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Mittlere Steinzeit - Bronzezeit

300 - 200 v. Chr.

55 v. Chr. - 412 n. Chr.

420 - 900

997 - 1165

1174 - 1249

1272 - 1309 (Wallace / Bruce)

1313 - 1346

1350 - 1450

1460 - 1538

1542 - 1587 (Stuart)

1594 - 1639

1640 - 1679

1685 - 1692 (Glencoe)

1695 - 1707 (Union)

1710 - 1729

1745 - 1746 (Bonnie P.C.)

1747 - 1843 (Clearances)

1846 - 1900

1910 - 1945

1947 - 1990

1992 - 2009

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1947

Die "Scottish National Assembly" in Glasgow erarbeitet einen Convenant für Schottland, der 1949 in Edinburgh begeistert verabschiedet wird. Dieser beinhaltet ein selbstverwaltetes Schottland mit eigenem Parlament und wird in der Folgezeit von 2 Millionen Schotten unterschrieben. Die Initiative bleibt politisch jedoch ohne Folgen, da die "Home Rule" kein Thema ist, wie auch das Labour-Wahlprogramm von 1950 zeigt. Denn hier fehlt zum ersten mal die Forderung nach der Home Rule.
Erst die Erfolge der SNP in den 60er Jahren zwingen die Labour Partei zum Umdenken, bis Premier Wilson sich 1974 an die Home-Rule-Bewegung anhängt.

1948

Mit der "Repräsentation of the People Act" genannten Wahlreform wird das Prinzip "one man, one vote" verwirklicht. Großbritannien wird in 630 Wahlbezirke eingeteilt, wovon auf Schottland 32 Stadt- und 39 Grafschaftswahlbezirke entfallen.

1951

Drei schottische Nationalisten dokumentieren ihren Patriotismus dadurch, dass sie den "Stone of Scone" aus der Westminster Abbey entwenden und diesen zurück nach Schottland bringen. Er wird kurze Zeit später sichergestellt und wieder an London zurückgegeben.

1962/63

Die Rezession trifft Schottland, Nordirland und Wales besonders hart.

1964

Durch die Förderung von Erdöl und Erdgas in der Nordsee erfährt Schottland einen kleinen Aufschwung im Bereich der Zubringer-Industrie. Aberdeen wird das Zentrum der Ölförderung.

1965

Das "Highland and Island Development Board" wird eingerichtet um die wirtschaftliche Entwicklung strukturschwacher Gebiete zu fördern.

1970

Die Förderung von Öl an der schottischen Ostküste beginnt.

1971

In der größten Demonstration der schottischen Geschichte protestieren 70.000 Menschen in Clydeside gegen die neue Wirtschaftspolitik der Regierung.

1974/75

Eine Gebiets- und Verwaltungsreform löst die alten "counties" (Grafschaften) auf und wandelt diese in "regions" (Bezirke) um, was dazu führen soll, eine größere Autonomie gegenüber London zu erhalten.

1975

Das erste schottische Öl fließt auf den Forty Fields, was den separatistischen Bestrebungen in Schottland weiteren Auftrieb gibt.

1976

Die "Scottish National Party" (SNP) erhält 13 von 71 Sitzen im Unterhaus.

1977

Zu ihrem 25-jährigen Regierungsjubiläum kritisiert Queen Elisabeth II. den Nationalismus und die Dezentralisierung. Das Schottland-Gesetz zur Einführung zur Devolution wird aber im Unterhaus angenommen und erhält 1978 die königliche Zustimmung.

1978

Das Parlament verabschiedet eine Teilautonomie.

1979

Volksabstimmung über die Teilautonomie Schottlands. Nur 32,9% statt der erforderlichen 40% der Wahlberechtigten ist für die Unabhängigkeit. Der Volksentscheid scheitert also mangels Wahlbeteiligung, da nicht das Verhältnis der abgegebenen Ja-Stimmen zu den Nein-Stimmen entscheidet, sondern der Anteil der Ja-Stimmen im Verhältnis zu den Gesamtwahlberechtigten gesehen werden muss.
So verliert die SNP wieder an Einfluss. Das Scheitern des Referendums hat nur zum Teil wahltechnische Gründe. Labour hat das Gesetz aus wahlpolitischen Gründen nur halbherzig eingebracht und in der Bevölkerung hielt man das Gesetz von oben verordnet. Versuche, das Gesetz doch noch zu retten, scheitern. Daraufhin bringt die SNP die Callaghan-Regierung im Parlament durch einen Misstrauensantrag zu Fall.

1979-1990

Margaret Thatcher versucht durch radikale Reformen von rechts die britische Gesellschaft zu wandeln. Dies stößt allerdings in Schottland auf heftigen Widerstand. Resultat hieraus ist ein Wiedererstarken des Unabhängigkeitsdenken der Schotten. 1987 erleiden die Konservativen ihre schlimmste Wahlniederlage in Schottland seit 1910. Sie stellen nun nur noch 10 Abgeordnete.
Die schottische Gesellschaft entfremdet sich immer mehr von Staat und Regierung, welche als "englisch" gelten.
In Schottland entsteht die Bewegung der "Civil Politics".

1982

Papst Johannes Paul II. besucht als erster Papst Schottland.

1988

Die Debatte um den "Thatcherismus" erreicht ihren Höhepunkt, nachdem die Premierministerin vor dem schottischen Kirchentag ihre Wirtschafts- und Sozialpolitik theologisch zu begründen versuchte. Die Geistlichen lehnen dies als unchristlich ab. Daraufhin bekommt Margaret Thatcher vom Oberhaupt der schottischen Kirche ein Buch über christliche Wirtschaftspolitik überreicht.
Die Einführung der Kopfsteuer (Poll Tax) stößt in Schottland auf breiten Widerstand; bis 1991 ergehen 2,5 Millionen Strafbefehle.
Am 21.12.1988 stürzt bei Lockerbie ein amerikanisches Flugzeug nach einem Attentat ab. Dabei sterben 16 Crew-Mitglieder, 243 Passagiere und 11 Menschen am Boden. Am 31.1.2001 wird ein libyscher Geheimdienstmitarbeiter für den Anschlag zu lebenslanger Haft verurteilt.

1989

Die "Scottish Constitutional Convention" (SCC) tritt in Edinburgh zusammen und erarbeitet detaillierte Pläne für ein schottisches Parlament, die auch für eine Reform des gesamten politischen Systems in Großbritannien gelten sollen.

1990

Glasgow wird wegen seiner Kunstschätze und kulturellen Aktivitäten zur europäischen Kulturstadt des Jahres ernannt.


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